
Die 1948 zeitgleich mit der Glockenanlage installierte Uhr stammt aus der Schmiede und Uhrstube „Korfhagen und Söhne“ in Bur bei Osnabrück. Von Anfang an war die mechanische Uhr incl. der Zifferblätter Eigentum der Evangelischen Kirchengemeinde. Aus allen Himmelsrichtungen gut ersichtlich befinden sich noch heute vier Zifferblätter mit einem Durchmesser von je zwei Meter im oberen Drittel der Glockenstube.

Uhrwerk im Turm der Pauluskirche
Der Uhrschlag der mechanischen Turmuhr erfolgt ohne Aussetzung bzw. Nachtabsenkung 24 Stunden täglich innerhalb der gesetzlichen Maximallautstärke. Hierbei wird jede Viertelstunde durch zwei Hammerschläge (1.Schlag Glocke II - 2.Schlag Glocke III) gezählt. Die volle Stunde wird durch vier Doppelschläge zuzüglich der Stundenzahl (Glocke I) im 12 Stundenmodus geschlagen.

Der Uhrschlag gehört fest zum Erscheinungsbild Eppelheims. Er symbolisiert den kontinuierlichen Lauf der Zeit und erinnert die immer mehr in Hektik geratende Menschheit an die Gleichmäßigkeit von Tag und Nacht. Theologisch betrachtet weist diese gleichmäßige Strukturierung auf die Ewigkeit hin und verdeutlicht das Verrinnen aller weltlichen Dinge. Unter dem Aspekt des „memento mori“ (Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit) besitzt das ansonsten eher als profan bezeichnete Uhrschlagen eine seelsorgerliche Dimension.





