Andreas Unglaube verabschiedet sich in den Ruhestand

Posaunenchor Eppelheim verabschiedet langjährigen Chorleiter!

Andreas Unglaube geht in den Ruhestand – Posaunenchor Eppelheim verabschiedet langjährigen Chorleiter
 
Mit dem Eintritt in den Ruhestand legt Andreas Unglaube sein Amt als Leiter des Evangelischen Posaunenchors an der Pauluskirche Eppelheim nieder. Nach fast einem halben Jahrhundert musikalischer Leitung wird sein Engagement in der Kirchengemeinde als prägendes Kapitel der Eppelheimer Kirchenmusikgeschichte gewürdigt.
Seit 47 Jahren stand Andreas Unglaube als treibende Kraft des Posaunenchors an der Pauluskirche nicht nur am Notenpult, sondern lebte bleibenden Zusammenhalt zwischen Jung und Alt, zwischen Profi- und Hobbybläsern. In Gottesdiensten, bei Gemeindefesten, am Weihnachtsmarkt und bei ökumenischen Anlässen bot der Chor unter seiner Leitung Gläubigen und Zuhörern gleichermaßen musikalische Stationen der Besinnung und Freude. Stilistisch verband Unglaube alte Kirchenmusik mit modernen, teils Jazz-  und Pop-inspirierten Klängen   ein Panorama, das die ganze Bandbreite kirchlicher Musikgeschichte widerspiegelte.
Besondere Erwähnung verdient sein Engagement hinsichtlich diverser Einspielungen von Posaunenchormusik wie etwa der CD „Weihnachtliche Klänge“ und weiterer Choräle, die auch auf dem YouTube-Kanal des Chores „Posaunenchor Eppelheim“ zu hören sind, sowie der Aufnahmen und technischen Verwirklichung der musikalischen Newsletter der Kirchengemeinde während der Coronazeit, mit über 200 Einspielungen auf dem YouTube-Kanal „Kirchenmusik an der Pauluskirche Eppelheim“.
Im Hauptberuf war Andreas Unglaube Lehrer für Blechblasinstrumente. Bereits seit 1981 unterrichtete er – damals selbst noch Gymnasiast der 11. Klasse – an der Musikschule Schwetzingen, seit 1986 auch an der Musik- und Singschule Heidelberg, der er bis heute angehörte, sowie an zwei weiteren Musikschulen der Region. Seine Tätigkeit im Posaunenchor war dafür berufsbahnend. Viele Kinder seiner ehemaligen Schüler fanden ebenfalls den Weg in seinen Unterricht und auch in den Posaunenchor.
 
Wurzeln und Entwicklung des Posaunenchors
Andreas Unglaube gründete den Posaunenchor Eppelheim 1979 im Alter von 16 Jahren neu, nachdem der Vorgängerchor aufgelöst worden war. Er war damit wohl der jüngste Posaunenchorleiter der Geschichte. Eigentlich wollte er lediglich wieder einen Posaunenchor haben, in dem er mitspielen konnte. Mit heute 10 aktiven Musikerinnen und Musikern umfasst das Repertoire Renaissance, Barock, Klassik, Romantik bis hin zu Jazz, Pop und Rock. Besonders hervorzuheben ist sein Jugend-Posaunenchor, der von 2013 bis 2019 unter seiner Förderung junge Talente ausgebildet hat.
Der Posaunenchor gehört fest zum musikalischen Profil der evangelischen Kirchengemeinde Eppelheim, der das Gemeindeleben durch lebendige Klänge bereichert. Sowohl in Gottesdiensten oder als „mobile Orgel“ z.B. am Feldkreuz diente der Chor weniger dem Selbstzweck als vielmehr der Ehre Gottes und als Generationen verbindende Kraft. Er ist ein Ort, an dem junge Bläser und langjährige Musikerinnen und Musiker Seite an Seite proben und auftreten. Unter der Leitung von Andreas Unglaube entstand dabei nicht nur ein musikalisch tragfähiges Ensemble, sondern eine musikalische Familie. Zahlreiche Auftritte in der Kirche, auf dem Kirchplatz und bei städtischen Veranstaltungen machten den Chor zu einem sichtbaren und hörbaren Zeichen der Evangelischen Kirche in der Stadt.
Gemeindeleitung und Förderverein Kirchenmusik Eppelheim danken ihm für sein unermüdliches Engagement, seine musikalische Kreativität und die Zeit, die er in die Ausbildung neuer Chormitglieder investierte. „Mit Andreas Unglaube scheidet kein bloßer Musiker aus seinem Amt, sondern ein Mensch, der unsere Gemeinde mit Herz und Atem geprägt hat“.
 
Mit seinem Eintritt in den Ruhestand hinterlässt Andreas Unglaube nicht nur Notenblätter und CD-Aufnahmen, sondern einen bleibenden Eindruck bei den Menschen, in deren Herzen die Posaunenklänge drangen.
Die Evangelische Pauluskirche Eppelheim verabschiedet ihn mit Dank und Segen – und blickt gleichzeitig neugierig auf die nächste Phase musikalischer Gemeindearbeit, die seine Leitung und sein Vorbild weiterträgt, auch wenn er nun nicht mehr am Pult steht.